Jahresauftakt 2012
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir leben in einer Zeit großer Umbrüche. Weltweite Krisen wirken sich unmittelbar auf unsere Branchen aus. Rohstoffpreise steigen dramatisch. Energie ist zum wertvollen und knappen Gut geworden. Gleichzeitig betrachten immer mehr Verbraucher die Ernährungsindustrie zunehmend kritisch.
Unternehmen müssen darauf reagieren. Intelligente Planung im Bezug auf Rohstoff- und Energiesicherheit ist notwendig. Ein verändertes Verbraucherverhalten erfordert nicht nur beste Qualität und Lebensmittelsicherheit. Fairness und Transparenz finden immer mehr Beachtung. Das betrifft den ehrlichen Werbeauftritt, faire Handelsbeziehungen, aber besonders die Behandlung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Diese Aspekte gewinnen an Einfluss für eine erfolgreiche Unternehmenspolitik.
Wir wollen mit unserer Jahresauftaktveranstaltung 2012 diese Entwicklung betrachten und Fragen:
Was heißt Unternehmensverantwortung heute? Was bedeutet "Nachhaltigkeit" für die Ernährungsindustrie? Wie stärken wir die Sicherheit der Arbeitsplätze?
Die Referenten die wir gewinnen konnten, lassen eine sehr spannende Veranstaltung erwarten.
Die Jahresauftaktveranstaltung findet statt am 14. März 2012 in der Rohrmeisterei-Schwerte
Dieses Video des DGB bringt es auf den Punkt: Ohne die Gewerkschaften sähe die Arbeitswelt ganz anders aus.............
Im Februar, März und April 2011 hat NGG Betriebsräte der Ernährungsindustrie in NRW zur Leiharbeit befragt.
Die Antworten der Betriebsräte repräsentieren über 17.000 (Stamm-) Beschäftigte und sprechen damit für rund
18 % der Beschäftigten der Ernährungsindustrie in NRW.
Weiterhin ist die Verbreitung von Leiharbeit in der Ernährungs-
industrie sehr unterschiedlich.
Alarmierend: Jeder dritte Betrieb in der Ernährungsindustrie besetzt über 10 % der Arbeitsplätze in Leiharbeit.Tendenz steigend. Hinzu kommt oft noch eine erhebliche Zahl an Werkverträgen.....
Lesen Sie hier die aktuelle NGG-Information zur Befragung
Der Hauptvorstand der NGG hat die Empfehlung ausgesprochen, Entgelterhöhungen zwischen 5,0 % und 6,0 % zu fordern. Zusätzlich sollen Übernahmeregelungen für Auszubildende vereinbart werden. Dieser Rahmen wird von den Tarifkommissionen, die aus Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben der jeweiligen Branche bestehen, konkretisiert, d.h.dort wird die konkrete Forderung beschlossen.
Für NGG ist klar: Die gute Arbeit der Beschäftigten muss sich durch ein spürbares Plus in de rLohntüte bemerkbar machen. Die Kostensteigerungen für Lebensmittel, Kraftstoffe und Beiträge zur Krankenkasse etc. gehen an den Menschen nicht vorbei!
Infos zu den jeweiligen Tarifrunden und Abschlüssen finden sie unter Tarifinfos.